| Schluss mit den Märchen
Von 100 Euro Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen entfallen auf:
| |
2006 |
2007 |
2008 |
Industrie |
65,70 |
64,00 |
64,50 |
Grohandelß |
4,10 |
4,10 |
4,00 |
Staat ( MWST.) |
13,80 |
16,00 |
16,00 |
Apotheken |
16,40 |
15,90 |
15,50 |
Der Staat verdient mehr an den Arzneimitteln der GKV als alle deutschen Apotheken inklusive sämtlicher Mitarbeiter mit
145.500 Arbeitsplätzen. (
Quelle Abda)
Arneimittelversorgungs-Wirtschaftlichkeitsgesetz ( AVWG )
Immer wieder ist in Medien und aus dem Munde von Politikern irreführend von einem massiven Anstieg der Arzneikosten die Rede und einer damit begründeten Besorgnis erregenden Entwicklung im Gesundheitswesen.
Mit Hilfe dieser Argumentation wird gerade das AVWG auf den Weg gebracht, das sich durch eine Vielzahl von bürokratischen Regelungen, erneute erhebliche Belastung der Apotheken und die im März 2006 von der Ärzteschaft zu Recht bestreikte Bonus-Malus-Regelung (Untergrabung des
Arzt-Patientenverhältnisses durch finanzielle Belohnung wenig verschreibender Ärzte und Haftung des zuviel verschreibenden Arztes mit dem privaten Einkommen!) sowie erneute Mehrkosten für die Patienten negativ auszeichnet.
Die reellen Zahlen zur Versachlichung der Diskussion:
Arzneikosten 2002: 22049 Millarden Euro
Arzneikosten 2005: 23393 Millarden Euro
Damit liegt die Steigerung der Arzneikosten moderat ganz im Rahmen des Anstiegs der normalen Lebenshaltungskosten (Inflationsrate) von durchschnittlich 2% jährlich! Von einer Kostenexplosion zu sprechen ist schlichtweg irreführend.
Anteil der Apotheken an den Arzneikosten:
2002 18,4 %
2005 16,8 %
Der Anteil der Apotheken an den gesamten Arzneikosten ist somit gesunken!
Wertschöpfungsanteil der Apotheken an den Gesamtkosten der GKV:
2002 2,9%
2005 2,5%
Die Apotheken leisten damit einen kontinuierlichen Beitrag zur Kostendämpfung im Gesundheitswesen, allerdings mit immer mehr existenzbedrohlichen Auswirkungen.
Und zu guter Letzt:
Da die Arzneikosten insgesamt nur einen Teil (derzeit ca. 14,5%) der Gesundheitskosten betragen, ist durch das neue Gesetz nur eine geringe Beitragssenkung von 0,03% des GKV Beitrages zu erwarten.
Otmar Thiel, 30. März 2006
Mehrwertsteuer
auf Arzneimittel senken!
Eine DPA-Grafik zur Mehrwertsteuer im Vergleich der
EU-Länder (siehe Tageszeitung Fränkischer
Tag Bamberg vom 11.07.05) zeigt, dass sich Deutschland,
auch nach Anhebung der Mehrwertsteuer auf 18%, weiterhin
im unteren Feld der EU-Länder befände und
damit auf gleicher Höhe wie z.B. Estland, Lettland,
Griechenland.
Ganz anders sieht der EU-Vergleich bei der Mehrwertsteuer
von Arzneimitteln aus.
Hier befindet sich Deutschland schon heute mit 16% im
Spitzenfeld gleich hinter Dänemark und Österreich
mit 25% bzw. 20%. Zum Vergleich: Italien 10%, Griechenland
8%, Niederlande 6%, Frankreich 2 - 5,5%, Spanien 4%,
Luxemburg 3% ( Quelle ABDA).
Eine Anhebung der Mehrwertsteuer verteuert auch die
Arzneimittelversorgung, belastet die nicht zum Vorsteuerabzug
zugelassenen gesetzlichen Krankenkassen zusätzlich
und führt zwangsläufig zu weiteren Beitragssteigerungen.
Im Zuge einer Korrektur der Mehrwertsteuer sollten Politiker,
egal welcher Färbung, endlich über eine Absenkung
der Mehrwertsteuer für Arzneimittel auf einen durchschnittlichen
EU-Wert z.B. 7% nachdenken. Auch so lassen sich sinnvoll
die Lohnnebenkosten durch niedrigere Krankenkassenbeiträge
senken.
Leserbrief im Fränkischen Tag
von Otmar Thiel, Juli 2005
Feinstaub
- Fakten und Hintergründe?
Dieselruß, der einzige Böse?
Derzeit wird in den Medien viel von der Belastung durch
den so genannten „Feinstaub“ berichtet.
Feinstaub hat viele Ursachen: dieselgetriebene Autos
und Laster geben ihn ab, aber auch Hausheizungen, Industrie
und Landwirtschaft sollen mitverantwortlich sein. Messungen
an viel befahrenen Strassen ergeben alarmierende Werte.
Gefahren durch Feinstaub
Kleinste Staubpartikel werden nicht von unserem natürlichen
„Staubschutzmechanismus“ zurückgehalten,
den Schleimhäuten des Nasen-Rachen-Raumes. Sie
können bis in die Lunge vordringen.
In der Lunge kann der Staub Entzündungen hervorrufen.
Er kann auch leicht durch die Lungenbläschen in
die Blutbahn vordringen und sich im gesamten Körper
verteilen. Die Auswirkungen kennt derzeit niemand.
Feinstaub-Quellen in Innenräumen
Die meisten von uns halten sich 90% ihrer Zeit in Innenräumen
auf. Dort kann die Luft sogar noch um ein Vielfaches
schlechter sein als draußen. Größtes
Problem: der Zigarettenrauch. Aber auch Kerzen, Räucherstäbchen,
Kaminfeuer oder Toner in Druckern und Kopierern können
Probleme machen. Mit jedem Atemzug gelangen diese Partikel
in den Körper.
Was tun gegen Feinstaub in Wohnungen und Büros?
Saugen sollte eigentlich helfen - doch ein Staubsauger,
der in die Jahre gekommen ist, kann eine richtige „Feinstaub-Schleuder“
sein. Nach dem Saugen befinden sich im Raum oft mehr
Kleinstpartikel als zuvor.
Die Abhilfe: Alte Staubsauger lassen sich oft mit speziellen
Feinstaubfiltern (z. B.: HEPA-Filter, Hocheffiziente
Partikelabscheidung) aufrüsten. Weitere gute Tipps:
Lüften Sie regelmässig, benutzen Sie beim
Kochen die Dunstabzugshaube. Kopierer und Drucker sollten
nur in Räumen stehen, in denen keine Menschen arbeiten
und die gut zu lüften sind.
Vollständig beseitigen lässt sich Feinstaub
nicht. Aber Sie können die Belastung verringern.
Ist in Innenräumen nur der Feinstaub ein
Problem?
Immer mehr Menschen sind in Innenräumen zusätzlich
Holzschutzmitteln, Schimmelsporen, Formaldehyd oder
Lösungsmitteln ausgesetzt. Fragen Sie uns, wie
Sie diese Schadstoffe finden und sich über den
Umfang der Belastung Klarheit verschaffen können!
Wir sind Mitglied im Arbeitskreis der Umweltapotheker
und TÜV-geschulte Schadstoffgutachter. Wir sind
auch ausgebildete Raucherentwöhnungsberater (Apotheke).
Bleiben Sie gesund!
Otmar Thiel
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