Antibiotikaresistenzen: Wenn lebenswichtige Medikamente ihre Wirkung verlieren
Kaum eine Entdeckung hat die moderne Medizin so nachhaltig verändert wie Antibiotika. Krankheiten, die früher tödlich verliefen, konnten plötzlich behandelt werden. Doch der Erfolg gerät zunehmend in Gefahr, da immer mehr Bakterien resistent werden. Heute gehören antimikrobielle Resistenzen bereits zu den größten globalen Gesundheitsbedrohungen.
Wie Antibiotikaresistenz entsteht
Bei einer Antibiotikaresistenz entwickeln Bakterien Mechanismen, die sie vor der Wirkung eines Antibiotikums schützen. Infektionen werden dadurch schwerer behandelbar und das Risiko für Komplikationen steigt. Ein wichtiger Grund für die zunehmende Resistenzentwicklung ist der häufige Einsatz von Antibiotika. Ein erheblicher Teil der Antibiotikaverordnungen ist unnötig oder nicht angemessen. Auch der Einsatz von Antibiotika in der Tierhaltung sowie Rückstände in der Umwelt tragen zur Verbreitung von Resistenzen bei.
Wie kann das Problem gelöst werden?
Antibiotikaresistenzen lassen sich nicht verhindern, ihr Fortschreiten kann jedoch verlangsamt werden. Gleichzeitig wird an neuen Therapiemöglichkeiten geforscht, diese befinden sich allerdings noch überwiegend in der Entwicklung und können Antibiotika derzeit nicht ersetzen. Umso wichtiger ist es, Infektionen möglichst zu vermeiden: Gute Händehygiene, Impfungen und andere Präventionsmaßnahmen können dazu beitragen, dass Antibiotika seltener benötigt werden. Ist der Einsatz von Antibiotika tatsächlich notwendig, sollte die Behandlung wie empfohlen durchgeführt und die Einnahme nicht eigenmächtig verändert oder abgebrochen werden. Bei Fragen zur Anwendung hilft das Team in unserer Apotheke gerne weiter.
Hinweis: Dieser Beitrag dient nur der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche Beratung, Diagnose oder Behandlung. Bei gesundheitlichen Fragen bitte an eine Arztpraxis oder unsere Apotheke wenden.